Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Startschuss

Starts für das neue Wohngebiet. © Claudia Hübschmann

In der Siedlung Am Stadtblick rollen bald die Bagger. Fast alle Grundstücke sind verkauft. Viele Käufer kommen von außerhalb.

Meißen. Uwe Reuschel hat es immer schon gewusst. Irgendwann werden auf der Ackerfläche Am Stadtblick Eigenheime gebaut. „Ich komme fast jeden Tag an dem Grundstück vorbei und habe bereits seit Jahren ein klares Bild vor Augen, wie es dort einmal aussehen könnte“, sagt Reuschel. Konkret seien dies gemütliche Eigenheime mit idyllischen Blütengärten gewesen, berichtet der Bauunternehmer.

Am Mittwoch ist er diesem Ziel ein Stück näher gekommen. In Anwesenheit von Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Zuvor war das Gebiet seit Juni dieses Jahres erschlossen worden. Es erstreckt sich über 1,66 Hektar und bietet Platz für 16 Grundstücke, die jeweils 800 Quadratmeter groß sind. „Ein Teil des Geländes hat mir schon gehört. Zwei Drittel habe ich noch hinzugekauft“, sagt Reuschel. Mit seiner Firma Reuschel Haus & Grund GmbH habe er die Grundstücke nun an Interessenten verkauft. Auf der Hälfte davon baue er für die Familien auch die Häuser, sagt der 56-Jährige.

Dass es dafür Interesse gibt, zeigt die Nachfrage. Von 16 Grundstücken ist nur noch eins zu haben. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei 129 Euro. „Meißen wird circa 40 bis 50 neue Einwohner bekommen. Diese kommen beispielsweise aus Dresden und Radebeul. Außerdem sind auch welche aus Würzburg und aus Grainau an der Zugspitze mit dabei“, sagt Reuschel.

Über Letzteres freut sich Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke ganz besonders. „Wir sind mit der Gemeinde freundschaftlich verbunden. Unter anderem wurden dort Spenden für die St. Afra-Turnhalle gesammelt, als diese vom Wasser geschädigt war.“ Abgesehen davon begrüßte er es ebenfalls, dass sich die Menschen für Meißen entscheiden.

„Die Nachfrage ist unvermindert hoch. Auch auf dem Baufeld 14 in der Niederauer Straße gibt es nur noch ein freies Grundstück. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass wir im Gegensatz zu Dresden oder Radebeul noch erträgliche Preise haben und die Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Nahverkehr und Kitas gut ausgebaut ist“, sagt Raschke, den auch persönliche Erinnerungen mit dem Areal verbinden, insbesondere mit der im Osten angrenzenden 40 Eigenheime umfassenden Siedlung, die in den 1980er-Jahren entstanden ist.

Weil Raschke die Menschen vor Ort gut kennt, weiß er, dass es wegen des neuen Eigenheimgebiets Unmut gegeben hat. „Im Laufe der Jahre hat sich eine Art Gewohnheitsrecht herausgebildet.“ So hätten die Menschen beispielsweise Grillecken angelegt und sich darauf eingerichtet, dass die Straßen dauerhaft Sackgassen blieben. „Es war aber immer klar, dass das Gebiet eines Tages erweitert wird“, sagt Raschke.

Uwe Reuschel, der sich auf die entsprechenden Planungen aus den 1970er-Jahren gestützt hat, ergänzt: „Für die Alteingesessenen gibt es durch die Erweiterung einige Vorteile. Sie können jetzt von zwei Seiten an ihr Grundstück heranfahren und bekommen zudem eine Gasleitung und eine neue Wasserleitung“, sagt Reuschel, der sich bei der Stadt für die schnelle Erschließung des neuen Geländes bedankte.