Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Stromtrasse beeinflusst Resort-Planungen

Die roten Streifen markieren den Weg der Stromtrasse. © Planungsbüro Aichele

Hochspannungsleitungen kreuzen des Gelände des künftigen Erholungsortes. Das könnte für Probleme sorgen.

Tiefenau. Sie sind eine der wichtigsten Infrastrukturen für die Gegend: die 380-Kilovolt-Hochspannungsleitungen, die vom Umspannwerk Streumen weiter nördlich nach Brandenburg in Richtung des Umspannwerks Ragow verlaufen. Auf dem Weg dorthin kreuzt die Stromtrasse südwestlich von Tiefenau auch die Flächen des dort geplanten Ferienresorts. Ein Umstand, der durchaus Folgen für die Planung der Ferienanlage hat. Denn das elektrische Feld rund um Hochspannungsleitungen ist teils so stark, dass Menschen davon beeinträchtigt werden können.

Bei der Planung des Resorts musste deshalb von Gutachtern untersucht werden, ob die gesetzlich geregelten Grenzwerte im Bereich der künftigen Ferienanlage eingehalten werden. Was nicht immer gegeben ist. „Für kleine Teilflächen im unmittelbaren Leitungsbereich liegen Grenzwertüberschreitungen für das elektrische Feld vor“, heißt es in einer aktuellen Beschreibung des Resortprojekts, die die Firma von Projektentwickler Henry de Jong dem Gemeinderat vorgelegt hat. Der aktuelle Entwurf für den Ferienkomplex mit Golfplatz sieht deshalb vor, dass sich in einem etwa 35 Meter breiten Bereich jenseits der Leitungen keine Gebäude befinden.