Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft
Sächsische Zeitung

Pläne mit der Hofewiese

Rund zwei Millionen Euro sollen in die Hofewiese in der Dresdner Heide investiert werden. Komplett umgestaltet wird das Foyer.

Der Biergarten des Landgutes Hofewiese läuft sehr erfolgreich. Jetzt will Holger Zastrow verstärkt in den Aufbau des Hauses investieren.
Der Biergarten des Landgutes Hofewiese läuft sehr erfolgreich. Jetzt will Holger Zastrow verstärkt in den Aufbau des Hauses investieren. © Archiv: René Meinig

Langebrück. Egal ob Erdbeerfest, Weinverkostung oder Halloween: In die Hofewiese kommen die Besucher in Scharen. Vor gut fünf Jahren haben Holger Zastrow und seine Frau das Landgut in der Dresdner Heide übernommen und zu einem beliebten Ausflugsziel der Dresdner gemacht. Nach einem Spaziergang oder einer Radtour lassen sich viele hier den Imbiss schmecken und genießen das Programm.

 

Jetzt folgt der nächste Schritt. „Wir haben eine Architektin engagiert. Mit ihr planen wir die Sanierung des Gebäudes“, sagt der Inhaber. Außerdem sind nach seinen Worten mehrere Fachplaner beauftragt, die die Erneuerung der Elektroanlage, der Wasserinstallationen oder Abwasseranlage vorbereiten. Bereits jetzt haben Bodenuntersuchungen stattgefunden. Damit wurde geprüft, wie immer wieder nachlaufende Wasser gestoppt werden kann. „Die Zusammenarbeit mit den Ämtern ist sehr gut. Ich rechne damit, dass wir im Januar den Bauantrag abgeben können“, sagt der Inhaber.

Wegen Brandschutz direkter Draht zur Feuerwehr

In Sachen Abwasser gibt es eine positive Nachricht. „Als wir die Hofewiese übernahmen, hieß es ja, sie muss zwingend an das Kanalsystem angeschlossen werden. Das hätte eine Rieseninvestition bedeutet. Glücklicherweise sind die Behörden davon abgerückt. Jetzt ist eine dezentrale Lösung möglich.“ Aber selbst die stellt die Planer vor Herausforderungen. Mal kommen mehrere hundert Besucher an einem Nachmittag, im Winter beispielsweise fällt kaum Abwasser an. „An dem Konzept arbeiten jetzt die Fachleute.“ Ein Thema, das Holger Zastrow unterschätzt hat, wie er sagt, sind die Anforderungen des Brandschutzes. „Dadurch, dass das Haus so lange leer stand, entfällt der Bestandsschutz. Das heißt, alles, was wir jetzt sanieren, muss neuesten Vorschriften entsprechen, quasi wie bei einem Neubau“.

So müssten beispielsweise die Raumdecken so umgestaltet werden, dass sie bei einem Brand den Flammen eine ausreichende Zeit standhalten. „Das ist in dem Altbau ein immenser Aufwand. Zusätzlich werden wir wohl eine Brandmeldeanlage installieren, die eine direkte Verbindung zur Feuerwehr hat.“ Dass der Denkmalschutz hier eine große Rolle spielt, ist selbstverständlich. Schließlich hat das Haus eine 400 Jahre alte Historie. Die Hofewiese wurde 1547 erstmals urkundlich erwähnt. 1804 kaufte der sächsische Kabinettsminister Graf Camillo Marcolini das Areal und ließ ein neues Haus errichten. 1828 übernahm König Anton von Sachsen die Immobilie. 1877 wurde dann die Schankkonzession erteilt.

"Der urige Charakter bleibt erhalten"

„Dass der Denkmalschutz hier besonders aufmerksam ist, ist in unserem Interesse. Wir wollen den Charakter des Hauses bewahren. Innen bleiben die Deckenmalereien erhalten, das urige Ambiente der Gaststube überhaupt.“ Dem Aussehen nach soll alles wie damals sein, sagt der Inhaber. „In Sachen Nutzbarkeit wird alles aber modernen Anforderungen genügen. Das gilt beispielsweise für die großzügige Küche.“ Nach den derzeitigen Plänen wird das Haus für Familienfeiern und Firmenveranstaltungen genutzt werden können. „Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern sind hier möglich oder kleinere Firmenevents. Außerdem werden Seminarräume eingerichtet.“ Die Nachfrage ist schon jetzt groß. „Wir sind bis 2028 ausgebucht, obwohl noch kein Raum fertig ist.“

Die größte Veränderung für alle Spaziergänger und Radfahrer wird ein Imbiss im Gebäude sein. „Den richten wir im lang gestreckten Foyer ein. Dort gibt es Getränke und ein Speisenangebot. In dem Raum wird es auch ausreichend Platz zum gemütlichen Sitzen geben. Wir schaffen ein Angebot, das vor allem zur kalten Jahreszeit mehr Besucher zu uns kommen lässt.“ Abgesehen vom Imbiss wird es jedoch keine dauerhafte Gastronomie im Haus geben. „Der Aufwand wäre zu groß. Allerdings werden die Umbauten so erfolgen, dass es grundsätzlich möglich wäre hier eine Gaststätte einzurichten. Niemand weiß, wie sich die Nachfrage in einigen Jahren entwickelt.

Bei allen konkreten Plänen tritt Holger Zastrow jedoch auf die Bremse. Die Sanierung werde Schritt für Schritt erfolgen, sagt er. „Unsere Kräfte sind begrenzt. Meine Frau und ich haben ja noch unsere eigentlichen Berufe. Deshalb kann ich auch noch kein Datum nennen, wann das Haus fertig sein wird. Nächste Zielmarke ist die Abgabe des Bauantrages mit allen Einzelheiten, wie wir uns das vorstellen. Dann gibt es sicher noch Änderungswünsche der Ämter. Dann werden wir weitersehen.“

Auch finanziell muss das Vorhaben erst einmal gestemmt werden. Er rechnet mit einem Volumen von zwei Millionen Euro. Der Dresdner versichert, dass das Außengelände weiterhin wie gewohnt geöffnet haben wird. „Auch die Feste wird es weiterhin geben. So planen wir als nächstes Halloween am letzten Oktober-Wochenende. Im Advent wird es jedes Wochenende einen kleinen Weihnachtsmarkt geben. Der Biergarten ist das Herzstück, das bleibt er auch. Das Haus kommt jetzt als ein kleinerer Baustein dazu.“

 
Sächsische Zeitung

Neues Leben auf einem alten Lagerplatz

Ein verwildertes Areal in Bohnitzsch soll nicht nur beräumt werden. Dafür gab es grünes Licht im Stadtrat.

Eine neue Wohnsiedlung soll in Bohnitzsch entstehen. Erste Entwürfe fanden jetzt die Zustimmung der Meißner Stadträte.
Eine neue Wohnsiedlung soll in Bohnitzsch entstehen. Erste Entwürfe fanden jetzt die Zustimmung der Meißner Stadträte. © Dr. Claus-Dirk Langer

Meißen. Das Gelände ist verwildert. Jede Menge Bauschutt und heimlich abgeladener Müll lassen den Lagerplatz der in den 90er-Jahren in Konkurs gegangenen Landbau GmbH so erscheinen, wie man sich eine Brache im schlechtesten Sinn vorstellt. Seine Lage in der Nähe zum Krankenhaus, Freizeitbad Wellenspiel und Elbecenter verbieten es, das etwa 3,8 Hektar umfassende Areal weiter verwildern zu lassen.

Christa Maier war auf das Gelände durch ihre Makler-Tätigkeit aufmerksam geworden. Zwei Jahre brauchte es, bis alles geregelt war, und sie gemeinsam mit einem Geschäftspartner alle Flurstücke des verwilderten Geländes erwerben konnte. Ursprüngliche Pläne, hier ein Tenniszentrum zu entwickeln, waren in der Stadt längst verworfen worden, berichtet Christa Maier – nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der Heilige Grund als Sport- und Freizeitzentrum in Meißen etabliert hatte.

 

Somit lag es auf der Hand, die Brache in Bohnitzsch mit dem Ziel einer Wohnbebauung zu entwickeln. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet im nördlichen Bereich als künftige Wohnbaufläche und im südlichen Bereich als künftiges Sondergebiet Sport/Freizeit dargestellt. Ein geplanter Grünstreifen trennt die beiden Areale. „Der Flächennutzungsplan ist für die Bereiche, welche nicht als geplante Wohnbaufläche ausgewiesen sind, im Parallelverfahren … zu ändern“, zu ändern, heißt es im Beschluss, dem am späten Mittwochabend alle 23 anwesenden Stadträte zustimmten.

 

Für das Projekt konnte Christa Maier den Meißner Architekten, Stadtentwickler und Ortschronisten Claus-Dirk Langer begeistern und gewinnen. Sein Konzept mit dem Namen „Bohnitzscher Höfe“ orientiert sich an der Umgebung. Dort gibt es noch Dreiseithöfe, die aus der Zeit stammen, als Bohnitzsch noch ein eigenständiges Dorf war, ehe es 1914 eingemeindet wurde.

 

Die Entwürfe, die der Architekt im Stadtrat präsentierte, nehmen das auf. So sieht ein erster Bauabschnitt acht mehrgeschossige Bauten vor, die ähnlich der Hofstruktur des früheren Dorfes angeordnet sind. Hier kann auch eine Einrichtung zum betreuten Wohnen oder eine Tagespflege einziehen.

Mehrere Generationen unter einem Dach

Diese Häuser sollen sich für Wohnformern mehrerer Genrationen unter einem Dach eignen: „Alt und Jung könnten sich gegenseitig helfen – bei den Hausaufgaben der Kinder ebenso wie beim Einkaufen für die Älteren“, nennt Christa Maier ein Beispiel. Ob es so kommt, wenn die Entwürfe in Baupläne umgesetzt und schließlich als Häuser gebaut sind, wird die Nachfrage zeigen. Aber aus Sicht der Bauherrin wäre es im Sinne des Projektes, hier „keine reine Neubausiedlung hinzustellen“, wie sie sagt.

In zwei weiteren Bauabschnitten sehen die Entwürfe 25 bis 30 Eigenheime vor, die auf jeweils etwa 700 Quadratmeter großen Parzellen gebaut werden können. Die Erschließung es Wohngebietes soll vom Nassauweg aus erfolgen. Die genaue Zahl der Häuser, ihre Anordnung, ebenso Geschosshöhe, Dachformen und -farben wird eine Satzung regeln, die im weiteren Verlauf des Verfahrens erarbeitet wird.

Vor den Stadträten hatte Claus-Dirk Langer von Untersuchungen berichtet, die bereits auf dem Gelände stattfanden. Dabei wurden Glattnattern gefunden, die bereits umgesiedelt sind. Auch die selten gewordene und geschützte Singvogelart namens Neuntöter fiel den Gutachtern auf. Den Neuntöter beim Brüten möglichst wenig zu stören, wird im weiteren Planungsverlauf zu berücksichtigen sein – etwa bei der Auswahl von Bäumen und Sträuchern, die innerhalb de Wohngebiete reichlich angepflanzt werden sollen.

Die Pläne sehen auch vor, Regenwasserrückhaltebecken anzulegen, um die Kanalisation in dem künftigen Wohngebiet zu entlasten. Außerdem soll ein Feuchtbiotop, das sich auf dem verwilderten Gelände gebildet hat, neu angelegt werden.

Die Nähe zum Gelände des Freizeitbades Wellenspiel ist nicht ganz unproblematisch. Sollte es gelingen, das Freibad in den nächsten Jahren wiederzubeleben, „könnte Konfliktpotenzial entstehen“, wie es im Konzept des Architekten heißt. Sein Entwurf sieht einen 25 Meter breiten Grünstreifen vor, um Lärm vom Freibadgelände her abzuschirmen.

Ein Weg zum Freibad-Gelände

Gern greift Claus-Dirk Langer die Idee auf, einen Weg für Fußgänger und Radfahrer zu planen, der vom neuen Wohngeiet aus zum Freibadgelände führt. In den weiteren Planungsschritten müsste dann noch eine Lösung gefunden werden, wie dabei der Altersgraben überwunden werden soll. Das wäre über eine Brücke oder den Bau eines Damms möglich. Die genaue Klärung dieses Problems müsste ein Ingenieurbüro übernehmen.

„Das Konzept entspricht in vorbildlicher Weise unseren Vorstellungen zur Innenstadt-Verdichtung“, lobte Stadträtin Ute Czeschka von der Bürger für Meißen/SPD-Fraktion die vorgestellten Pläne. Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) verwies auf die große Nachfrage nach Wohnraum in der Stadt – der planerische Vorlauf für dieses Bauvorhaben sei wichtig.

Nachdem die Stadträte ihr Okay zum Aufstellungsbeschluss gaben, geht es nun darum, die Interessen aller zu berücksichtigen, die in irgendeiner Weise von diesem Bauvorhaben betroffen sind. In der Amtssprache nennt sich das „Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TöB)“. Dabei müssen alle Hinweise und Einwendungen erfasst werden. Außerdem gilt es, über eine Lösung für jedes einzelne der aufgeworfenen Probleme zu entscheiden.

Nun muss das Gelände gründlich beräumt werden. Danach können die Vermesser kommen, kündigt Claus-Dirk Langer die nächsten Schritte an. Außerdem muss der Boden weiter untersucht werden, um genaue Daten zur Versiegelung der Flächen zu erhalten. Erst auf dieser Grundlage können weitere Berechnungen für die nächsten Planungsschritte erfolgen.

 

Neue Sporthalle in Schieritz wird eröffnet

Neun Jahre nach der letzten Flut wird die neue Sporthalle in Schieritz eingeweiht. Die hochwassergeschädigte Halle in Zehren wurde abgerissen.

Schon seit Herbst vorigen Jahres fertig, nun wird sie eingeweiht: die neue Sporthalle in Schieritz.
Schon seit Herbst vorigen Jahres fertig, nun wird sie eingeweiht: die neue Sporthalle in Schieritz. © Claudia Hübschmann

Diera-Zehren. Lange mussten die Freizeitsportler im linkselbischen Teil der Gemeinde Diera-Zehren auf eine neue Sporthalle warten, doch jetzt ist es so weit. Am Montag wird die neugebaute Sporthalle in Schieritz eingeweiht. Sie ist der Ersatzbau für die Turnhalle der ehemaligen Schule in Zehren, die nach der Schulschließung für den Freizeitsport genutzt wurde. Doch nachdem die Halle 2002 und 2013 komplett im Hochwasser gestanden hatte, wurde entschieden, sie nicht wieder zu sanieren, sondern abzureißen. Die Gefahr einer erneuten Überflutung bestand weiter, da sich die Halle im Hochwassergebiet befand.

 

Von den Sportlern wurde ein Neubau gefordert, doch umstritten war er nicht. Immerhin wurden die Kosten mit 3,2 Millionen Euro angesetzt. Doch die Gemeinde fand einen Weg, das Projekt zu finanzieren. Das Geld kam aus Fördermitteln aus dem Hochwasserprogramm von Bund und Freistaat Sachsen und aus Spenden der Arche-Nova-Initiative für Menschen in Not, des Arbeiter-Samariter-Bundes Sachsen und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Gemeinde musste einen Eigenanteil zahlen.

Entstanden ist nun eine Einfeld-Sporthalle mit einer Zwei-Bahnen-Kegelanlage. Diese soll die Kegelbahn in Niederlommatzsch ersetzen, welche ebenfalls im Hochwasser stand. Mit rund 400 Quadratmetern ist die Halle allerdings deutlich kleiner als die Zehrener, die eine Größe von rund 600 Quadratmetern hatte. Neben Toiletten, Umkleideräumen für 22 Personen und Nasszellen entstand auch ein Seminarraum. Außer Pkw-Stellflächen wurden auch Fahrrad-Stellplätze gebaut. Ein Ballfangzaun schützt angrenzende Einfamilienhäuser.

 

2002 und zuletzt im Juni 2013 stand die ehemalige Sporthalle Zehren im Elbehochwasser. Sie wurde inzwischen abgerissen.
2002 und zuletzt im Juni 2013 stand die ehemalige Sporthalle Zehren im Elbehochwasser. Sie wurde inzwischen abgerissen. © Archivfoto: Jürgen Müller

Einweihung wegen Corona verschoben

Im Dezember 2018 gab es den ersten Spatenstich. Die Bauzeit wurde mit mindestens einem Jahr angesetzt, doch es dauerte länger. Im Herbst vorigen Jahres war die Halle schließlich fertig, konnte aber wegen der Corona-Einschränkungen nicht genutzt werden. "Normalerweise war die Einweihung für Oktober vorigen Jahres geplant, doch wegen Corona haben wir das verschoben. Jetzt holen wir die offizielle Eröffnung nach", sagt Bürgermeisterin Carola Balk (parteilos).

Glücklich ist sie mit dem Standort zwar nicht, weil auch dieser nicht völlig hochwassersicher ist. Deshalb wurde das Gelände aufgeschüttet, was allerdings die Baukosten erhöhte. Auch Obermuschütz und Naundorf waren als Standorte in Betracht gekommen. Doch die Zehrener hatten mit den Füßen abgestimmt: Sie sammelten 400 Unterschriften für den Standort Schieritz. Der Gemeinderat kam schließlich diesem Wunsch nach.

Proteste von Anwohnern

Doch in Schieritz gab es Gegenwind. Anwohner hatten neben der Hochwassergefahr auch Bedenken wegen der Verkehrssituation. Nach ihrer Ansicht reichen die 26 Pkw-Stellflächen nicht aus. Bereits ohne Halle seien bei Fußballspielen der Pappelweg und andere Straßen rund um den Sportplatz mit parkenden Fahrzeugen vollgestopft. Teilweise kämen die Anwohner nicht aus ihren Grundstücken heraus. Wenn dann parallel noch Veranstaltungen in der Halle stattfinden würden, verschärfe sich die ganze Problematik, hieß es. Außerdem fürchteten sie, dass durch Baufahrzeuge die Straßen und Wege zerkarrt würden. Allerdings kamen die Bedenken der Anwohner erst, als die Planungen abgeschlossen waren und es um den Bauantrag ging.

Diskussionen gab es auch darum, ob eine solche Halle für eine überschaubare Zahl an Freizeitsportlern überhaupt notwendig sei. Dies wird sich noch zeigen. Derartige Kritiker könnten sich im Moment bestätigt fühlen. Etliche Trainingszeiten sowohl in er Halle als auch in der Kegelbahn sind noch zu haben.

Offiziell wird die Halle am Montag, dem 12. Juli, um 12 Uhr eingeweiht. Am 17. Juni dann kann von 9.30 bis 13 Uhr die Sportanlage mit Kegelbahn besichtigt werden. Der Gymnastikverein Zehren und die Sportkegler der Landsportgemeinschaft Niederlommatzsch informieren über ihre Aktivitäten und darüber, wie man Mitglied werden kann.

Die Freizeitsportler freuen sich jedenfalls riesig über die neue Halle, die sie nun nach fast neun Jahren nutzen können.

Amtsblatt Gemeinde Klipphausen 01.06.2021

   

Gewinn für Natur und Umwelt

 

Der einst verrohrte Krebsbach an der Triebischtalbrücke bei Tanneberg wurde jetzt auf einer Länge von 125 Metern wieder offengelegt...

...Das ist schon beeindruckend: Direkt unter den Pfeilern der imposanten Triebischtalbrücke an der Dammmühle an der Straße zwischen Groitzsch und Tanneberg, die mit einer Länge von 427 Metern und einer Höhe von 47 Metern auf der A 4 dieses Tal der Triebisch überquert, schlängelt sich seit Kurzem in reizvollen Schlingen ein Bach. Der Krebsbach war dort seit mehreren Jahrzehnten auf etwa 125 Metern Länge auf der Wiese vom Straßendamm bis zur Mündung in die Triebisch verrohrt gewesen. Wahrscheinlich schon beim Autobahnbau Mitte der 1930-er Jahre wurde der Krebsbach beeinträchtigt, und später zu DDR-Zeiten, wo die Wiese in dieser Talaue melioriert und Drainagen eingebaut wurden, verschwand der Bach in diesem Abschnitt völlig von der Bildfläche. Das wurde nun korrigiert. Der Anblick von der Triebischtalbrücke, die in der zweiten Hälfte des 1990-er Jahrzehnts entstand, sowie dem neuen Bachlauf ist jetzt gewissermaßen ein Gegensatz und zugleich eine einzigartige Harmonie zwischen moderner Technik und Natur. Auf einer Wanderung in diesem schönen Triebischtal von Groitzsch in Richtung Tanneberg werden dem Betrachter an dieser Stelle da wohl einmal die markanten trompetenförmigen Stützenköpfe am oberen Ende der Stahlbetonhohlpfeiler der Triebischtalbrücke auffallen und zum anderen die neue Führung des Krebsbaches mit dem solide ausgebauten Bachbett und einer Furt für Fahrzeuge von Landwirtschaft und Autobahnmeisterei.