Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Historisches Brunnen-Quartett fast fertig

Im Rosengarten gehen die Arbeiten an den Wasserspielen aufs Ende zu. Die nächste Sanierung ist schon angelaufen. 

Der letzte der vier kleinen Barockbrunnen im Tiefenauer Rosengarten wird derzeit saniert. Am Grottenpavillon (hinten links) wird der Putz saniert. Ist das fertig, soll das Gleiche beim Gärtnerpavillon (hinten rechts) passieren. © Sebastian Schultz

Tiefenau. Es ist fast geschafft: Noch im Juli sollen die Sanierungsarbeiten an den vier Barockbrunnen im Tiefenauer Rosengarten beendet werden. Über Jahrzehnte waren die Wasserspiele aus Sandstein zuvor dem Verfall preisgegeben. Nun stehen sie bald wieder in voller Pracht da – und sollen dann natürlich auch rege sprudeln.

Seit vorigem Jahr und mit Unterbrechung über den Winter werden die Stücke aus dem 18. Jahrhundert repariert. Die Arbeiten übernimmt eine polnische Fachfirma. Den ersten fertigen Brunnen hatte Ritterguts-Besitzer Henry de Jong, der aus dem Tiefenauer Rittergut ein Ferienresort machen will, Gästen beim „Königstag“ Ende April präsentiert.

Inzwischen ist ein weiterer sprudelfähiger Brunnen dazugekommen, sagt de Jongs Mitarbeiter Holger Wolf. Der dritte Springbrunnen sei im Grunde auch fertig. Allerdings gebe es noch Probleme mit der Dichtigkeit des Wasserbeckens. Nach dem Leck werde derzeit noch gesucht, um es zu schließen.

Während die Sanierung des Brunnenquartetts aufs Ende zugeht, sind am benachbarten Grottenpavillon die Arbeiten am Außenputz gestartet. Das Gebäude ist eingerüstet. Bevor es weitergeht, muss aber mit der Denkmalschutzbehörde noch einmal über das Farbkonzept gesprochen werden. 

Wenn die Grottenpavillon-Fassade dann in Ordnung gebracht ist, soll es am benachbarten Gärtnerpavillon weitergehen – dessen Inneres bereits seit Monaten hergerichtet wird. Künftig will dort Henry de Jong Quartier beziehen.

Für die Veränderungen im Tiefenauer Rittergut interessieren sich laut Objektmanager Holger Wolf auch viele Gäste, die das Gelände besuchen. Doch je nach Wochentag und Tageszeit kann es sein, dass die Schaulustigen am Rosengarten vor verschlossener Tür stehen. Es gebe deshalb schon Überlegungen, feste Öffnungszeiten einzuführen und diese über Schilder auszuweisen, so der Objektmanager. 

Dazu müssten aber noch Details geklärt werden, etwa die Frage der Wochenend-Öffnungen. Grundsätzlich solle das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich sein und bleiben. 

Solange aber die Bauarbeiten auf dem Areal laufen – und das werde noch eine Weile so sein – führt an zeitweisen Schließungen kein Weg vorbei. Neben den Arbeiten an den Pavillons soll nächstes Jahr die Sanierung des großen, zentralen Springbrunnens folgen.

Bis dahin könnte sich im Zusammenhang mit dem von Henry de Jong geplanten Ferienresort einiges ergeben: Vor zwei Wochen ist die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs für das künftige Ferienresort zu Ende gegangen. Bürger und Behörden waren aufgefordert worden, sich zu dem Projekt zu positionieren. 

Wie viele Stellungnahmen eingegangen sind und wann diese im Wülknitzer Gemeinderat besprochen werden, war auf Anfrage bei der Gemeinde vorerst nicht zu erfahren. Klar ist jedoch: Je weniger Einwände Bürger, Behörden und Verbände erheben, desto einfacher hat es das Projekt, Baurecht zu bekommen. Womit auch die Chancen auf eine Realisierung des groß angelegten Ferien-Areal-Projektes steigen. Die Sanierung von Brunnen und Pavillons im Rosengarten wäre dann erst der Anfang gewesen.

 

Ein Resort, 85 Ferienhäuser, 1500 Seiten Pläne

Jahrelang wurde an der Planung für das Projekt von Henry de Jong gefeilt. Nun kann jeder die Unterlagen durchblättern – wenn er viel Geduld mitbringt.

© SZ-Grafik

Wülknitz. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet der niederländische Unternehmer Henry de Jong daran, das Tiefenauer Rittergut samt der großen Fläche zwischen Tiefenau, Lichtensee und Heidehäuser zu einem Ferienresort mit Viersternehotel, Ferienhäusern und Golfplatz zu machen. 

Das Projekt, so betont Wülknitz’ Gemeindechef Hannes Clauß (parteilos) immer wieder, ruht auf drei Säulen: Zugriff auf die benötigten Flächen, der Finanzierung des Multi-Millionen-Vorhabens und dem Baurecht.

Das Verfahren, das das Baurecht bringen soll, ist diese Woche in eine entscheidende Phase gegangen. Einen Monat lang liegt der Entwurf des sogenannten Bebauungsplans öffentlich aus. Jeder kann jetzt diese Dokumente anschauen und prüfen, ob seine Belange durch das Resortprojekt berührt sind. Oder auch einfach aus Neugier einen Blick darauf werfen, was da künftig bei Tiefenau entstehen soll. 

In einem Video von 2017 ist zu sehen, wie das wiederaufgebaute Tiefenauer Schloss einmal als Viersternehotel aussehen könnte. Die große Grafik zeigt den gesamten Umfang des Projekts inklusive Golfplatz und Ferienhäuser.  © Visualisierung: Forum Architecten

Obwohl Henry de Jong und von ihm beauftragte Planer das Projekt zuletzt mehrfach im Wülknitzer Gemeinderat vorgestellt hatten: Einen so detaillierten Einblick in das Resortvorhaben wie jetzt gab es in den letzten Jahren nicht.

Wer Einsicht nehmen will, sollte allerdings Zeit mitbringen. In digitaler Form bringen es die mehr als Hundert einzelnen Dateien auf eine Datenmenge von rund einem halben Gigabyte. Dahinter verbergen sich Hunderte Seiten verschiedener Gutachten, inklusive etlicher Karten und Pläne, Fotos und Tabellen.

Es geht um Themen wie Denkmal- und Artenschutz, die künftige Verkehrsanbindung des Resorts über die B 169, Löschwasserversorgung, Schallschutz. Bis hin zur elektromagnetischen Verträglichkeit – denn über das geplante Resortgelände verlaufen Hochspannungsleitungen. Eine der längsten Abhandlungen ist eine Studie zur Umweltverträglichkeit, die auf 187 Seiten kommt.

Idee aus Studentenzeiten


Seit mehr als zehn Jahren arbeitet der Niederländer inzwischen an der Idee eines Ferienresorts in Tiefenau..

Neben der Öffentlichkeit haben in den nächsten Wochen auch verschiedene Fachbehörden, Versorgungsunternehmen oder Umweltverbände die Möglichkeit, sich mit den Planungen zu beschäftigen und Stellungnahmen abzugeben. Auch Bürger können das. Möglich ist, dass es aufgrund der Stellungnahmen zu Änderungen kommt, die noch in die Planung eingearbeitet werden müssen.

Eine erneute öffentliche Auslegung der geänderten Pläne ist denkbar. – Ziel des Prozederes ist, einen Beschluss des Bebauungsplans durch die Gemeinde Wülknitz herbeizuführen. Dann wäre das von Henry de Jong seit Langem ersehnte Baurecht für das Resort da

Baustart an der Uferstraße ist Mitte Juni

Der Investor kündigt verspätet die Betonarbeiten an. Vermesser und Tiefbauer haben auf dem Areal noch zu tun.

Vermessungsarbeiten an der Baugrube Uferstraße. © SZ/Redlich

Radebeul. Eigentlich sollte Baubeginn schon im März sein. Doch vorerst ist für den neuen Wohnbaustandort zwischen Kötitzer Straße und Uferstraße nur der Erdaushub geschehen. Investor Christoph Dross kündigt jetzt erste Betonarbeiten ab Mitte Juni an.

Derzeit wird die Baugrube auf der Westseite auf die geplante Tiefe gebracht. Vermesser arbeiten neben den Baggern noch am Grundstück. Die ersten Häuser sollen über der künftig erweiterten Tiefgarage auf der Westseite entstehen. Zuletzt würden die Häuser in der Spitze zwischen beiden Straßen errichtet, so Dross

Insgesamt sollen auf dem Areal mit einer Fläche von rund 5 000 Quadratmetern fünf Häuser entstehen. Die noch vorhandene Ruine werde wieder denkmalgerecht saniert und soll einen Anbau bekommen, sagt Dross. Das Haus war eigentlich für den Abriss vorgesehen, aber die Abrissgenehmigung inzwischen abgelaufen.

Die neuen Häuser werden Keller, Erdgeschoss, erste Etage und ein Dachgeschoss haben und der Umgebungsbebauung auch in der Dachneigung angepasst. Insgesamt sollen in den Gebäuden 30 Wohnungen angelegt werden.

Der Bauherr sagt, dass vorwiegend Drei-, Vier- und auch einige Fünfraumwohnungen entstehen. Im alten Gebäude an der Kötitzer Straße sind auch Zweiraumwohnungen vorgesehen. Hier sind Größen zwischen 48 und 60 Quadratmeter geplant.

 Die Mehrzahl der Wohnungen ist zwischen 68 und 93 Quadratmetern groß. Die größte Wohnung werde 125 Quadratmeter umfassen. Die Dachgeschosswohnung im Altbau, der heutigen Ruine, kommt auf 108 Quadratmeter – alle Größenangaben sind mit Terrasse oder Balkon gerechnet. 

Fast jede Wohnung soll einen, manche werden sogar zwei Balkone haben. Etwa 3 000 Quadratmeter Wohnraum entstehen

Jetzt steht der Plan für Glasinvest

Nach viel Hin und Her haben die Stadträte zugestimmt. Was gebaut werden soll, kann sich bald jeder ansehen.

So soll es künftig zwischen Meißner Straße, Hauptstraße und Freiligrathstraße aussehen. © Animation: aT2 Architekten

Radebeul. Es hat Jahre gedauert, um die Industriebrache Glasinvest an der Meißner Straße in Radebeul-Ost zu planen. Mehrfach haben die Investoren gewechselt. Jetzt ist alles in zwei Händen – zum einen bei der Sächsischen Wohnimmobilien GmbH (SWG) des Radebeulers Peter Heil, zum anderen bei der Radebeuler Wohnungsgenossenschaft Lößnitz.

Erst wollte die TLG Liegenschaftsgesellschaft das Areal bebauen und einen großen Einkaufsmarkt ansiedeln. Dagegen war die Stadt. Dann gab es einen Architektenwettbewerb, dessen Ergebnisse den Bürgern der Stadt vorgelegt wurden. Etwa 300 äußerten sich dazu. Doch auch der Bürgermeinung wollten Räte und Planer nicht folgen. Die letztlich praktikabelsten Pläne legte schließlich das Radebeuler Architekturbüro aT2 von Frank Mehnert und Dirk Georgi vor.

An diesen Plänen störten sich die Stadträte allerdings auch – vor allem an Häusergrößen und Tiefgaragenzufahrten. Wiederholt haben die Architekten in den vergangenen zwölf Monaten für Heil umgeplant. Die letzten vier Wochen noch einmal, nachdem es bereits einen Beschluss zum öffentlichen Auslegen der Pläne gab. Vor wenigen Tagen einigten sich Räte mit Planern und Investor auf eine Variante für Radebeuls letzte große Stadtbaufläche. Die Pläne werden nun den Bürgern gezeigt.

Was die beiden großen Investoren auf dem Areal errichten wollen

Der Radebeuler Wohnungsgenossenschaft Lößnitz gehören 2 583 Quadratmeter. Ein Grundstück an der Südostseite des Areals im Winkel von Meißner Straße und Freiligrathstraße. In dem Gebäudewinkel will die WG Lößnitz 35 Wohnungen in den Gebäuden errichten. Deren Größen werden zwischen 60 und 80 Quadratmetern liegen, so Architekt Frank Mehnert.

Peter Heil möchte mit seiner SWG 118 Wohnungen in insgesamt neun Gebäuden einrichten. Den größeren Teil davon will die Volkssolidarität Elbtalkreis für ihre Bewohner an der Meißner Straße, Hauptstraße für betreutes Wohnen anmieten. Dafür, so Volkssolidaritätsgeschäftsführer Frank Stritzke, gibt es bereits über 100 Anfragen. Die Wohnungen der SWG sind in Größen von 65 bis 95 Quadratmetern geplant. Peter Heil kündigte an, entgegen früheren Vorstellungen, dass er die Wohnungen vermieten wolle. 54 der 118 Wohnungen sollen in den Einzelhäusern hinter den Gebäuden an der Meißner Straße entstehen. Vier Gebäude werden an der Nordseite gebaut, eins an der Freiligrathstraße. Diese Gebäude sind dreigeschossig. An der Meißner Straße dürfen vier Geschosse errichtet werden. Das obere Geschoss ist dort zurückgesetzt. Die zwei Gebäude im Arealinneren sollen ebenfalls vier Stockwerke haben, auch mit zurückgesetztem Obergeschoss. Die Gebäude haben alle Walmdächer.

Die Meißner Straße von Ost nach West, rechts das Ex-Glasinvest-Areal. © Animation: aT2 Architekten

Wie geparkt wird und wo die Ausfahrten jetzt sind

Einer der wesentlichen Punkte der Auseinandersetzung in der mehrjährigen Planung war die Abstimmung über die Zu- und Ausfahrten aus dem Areal, vor allem für die Tiefgaragen. Entgegen früheren Plänen gibt es jetzt keine Ausfahrt mehr an der Meißner Straße. Dort wird mit der Sanierung der Meißner Straße eine neue Straßenbahnhaltestelle entstehen.

Die Tiefgarage kann über eine Ein- und Ausfahrt an der Hauptstraße sowie über eine Ausfahrt an der Freiligrathstraße – rechts abbiegend zur Meißner Straße – befahren werden.

Was an der Größe verändert wurde und wie gebaut werden könnte

Vor allem in den letzten vier Wochen mussten die Planer nochmals gehörig ran. Die Räte hatten größere Abstände zwischen den Häusern gefordert, mindestens zehn Meter. Architekt Mehnert: „Das haben wir jetzt erreicht. Es sind mindestens zehn Meter, teils sogar über 13 Meter.“ Das hat zur Folge, dass über 800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (die Häuser rundherum gemessen) weniger gebaut werden. Damit sind es weniger Wohnungen als vorher und auch weniger Garagenstellplätze.

Ein wesentlicher Konflikt bestand zwischen dem Gebäude der Wohnungsgenossenschaft und der SWG an der Meißner Straße. Die WG Lößnitz wollte hier eine klare Trennung, was eigentlich eine Abstandsfläche bedeutet hätte. Peter Heil habe den Konflikt aufgelöst, indem er der Genossenschaft ein Stück Grundstück schenkte, worauf etwa zehn Wohnungen für diese mehr gebaut werden können als vorher. Die Trennung an der Meißner Straße ist jetzt per Gebäudekante dargestellt.

Umgesetzt werden könnte das mindestens 40 Millionen Euro teure Bauvorhaben ab Sommer 2020. Vorher müssen die Auslage der Pläne, das Abwägen der Einwände darauf, das Einreichen des Bauantrages und dessen erfolgreiche Genehmigung erfolgen.

Sächsische Zeitung - Riesa vom 03.04.2019, S. 14 / Lokales
Diesbar-Seußlitz
Alles neu an der Fähre
Der Weg zur Fährstelle in Diesbar-Seußlitz ist holprig. Das soll sich ändern - aus einem bestimmten Grund.
Der Weg zur Fähre in Diesbar-Seußlitz ist eine holprige Angelegenheit. Links und rechts zwei heruntergetretene
Schotterstreifen, in der Mitte unterschiedlich große hellbraune und graue Pflastersteine. An den Seiten fällt der Weg ein wenig
ab, eben ist er schon lange nicht mehr. Zwischen den Steinen wachsen hin und wieder Grasbüschel. Selbst Fahrradfahrer
erleben auf dem Weg zur Fähre, dass ihre Taschen am Gepäckträger springen. Für Rollstühle und Rollatoren ist der Weg eine
Zumutung. Doch das soll sich noch dieses Jahr ändern.
Die Gemeinde Diera-Zehren hat bereits vor Monaten das Unternehmen Strabag damit beauftragt, den Weg vom Elbdamm bis
zur Fähre zu erneuern. Denn nicht Nünchritz, sondern die Gemeinde Diera-Zehren ist für die Sanierung verantwortlich. Das
liegt daran, dass Diera-Zehren die Fähre, die zwischen Niederlommatzsch und Diesbar-Seußlitz verkehrt, verantwortet. Die
Gemeinde Nünchritz ist deshalb nur an den Kosten beteiligt.
Die Neigung bleibt ein Problem Laut dem Nünchritzer Bauamtsleiter Uwe Riedel gehe es bei dem nun anstehenden Vorhaben
darum, die Zuwegungen zur Fähre auf beiden Seiten, also sowohl in Niederlommatzsch als auch in Diesbar-Seußlitz, zu
verbessern. Das erklärte Riedel in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Von dem Umbau sollen beispielsweise Rollstuhlfahrer
profitieren. Ob der neue Weg am Ende aber nach allen gesetzlichen Normen als behindertengerecht gelten kann, bezweifelt
Uwe Riedel. Besonders die Neigung, die der Weg zum Wasser nun einmal habe, gebe das wahrscheinlich nicht her. "Die
Situation wird aber wesentlich verbessert", so Riedel.
Im Moment ist es holpriges Kopfsteinpflaster, das den Weg hinunter zur Fähre führt. Künftig soll der Weg aus mehreren
Elementen bestehen. Geplant sind zwei Streifen aus Beton, die als Fahrspuren für Rollstühle, Fahrräder und Rollatoren
dienen sollen. Dazwischen wird wieder Pflaster verwendet, laut Uwe Riedel aber solches, das wesentlich glatter ist als das
bisherige. Links und rechts soll der Weg durch Steinschüttungen abgegrenzt werden.
Doch bisher ist von der Erneuerung noch nicht so viel zu sehen, wie sich mancher erhofft hatte. Die Gemeinde Diera-Zehren
hatte bereits im Februar angekündigt, dass der Bau an der Fährstelle in Seußlitz beginnen soll. Anwohner hatten anschließend
auch immer mal wieder Arbeiter vor Ort gesehen. Doch aufgrund des zuletzt hohen Wasserstandes der Elbe mussten die
Arbeiten hin und wieder pausieren.
Dass das passieren könne, sei aber für alle Beteiligten keine Überraschung, betont der Nünchritzer Bauamtsleiter. "Es wurde
von Anfang an gesagt, dass der Bau wasserstandsabhängig ist", so Uwe Riedel. Seines Wissens nach hat die Strabag noch
bis Ende Mai Zeit, die Erneuerung durchzuführen.
Fähre könnte stillliegen Bei der Baumaßnahme sollen auch gleich kleinere Details an der Fährstelle verbessert werden. Bisher
lag beispielsweise ein Kabel den Weg zur Fähre hinunter, um eine Lampe zu betreiben. Dieses Kabel soll künftig direkt am
Mast aufgehangen und somit in die Luft verlagert werden. So ist laut Uwe Riedel gewährleistet, dass das Kabel bei
Hochwasser in Sicherheit hängt.
Für den Nünchritzer Bürgermeister Gerd Barthold (CDU) ist das Vorhaben ein wichtiger Schritt, um Anwohnern und Touristen
auch künftig einen funktionierenden Fährbetrieb bieten zu können. "Wenn direkt an der Fährstelle gebaut wird, kann es aber
auch passieren, dass die Fähre eine Weile stillliegen muss", so Barthold.
Bildunterschrift:
Noch liegt die Fährstelle in Diesbar-Seußlitz an Land und der Weg hinunter ist ein holpriger. Doch schon in wenigen Monaten
sollen Anwohner und Touristen hier deutlich modernere Bedingungen vorfinden. Der hohe Wasserstand verhinderte bisher
aber den Beginn der Bauarbeiten. Die Fähre (kleines Bild, 2015) ist deshalb derzeit noch nicht unterwegs. Fotos: S. Schultz,
E. Weser
Von Kevin Schwarzbach