Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Sächsische Zeitung

Donnerstag, 11.08.2016

Kreisstraße bekommt neuen Asphalt

 

 

© Symbolbild/dpa

Kreißa. Ab kommendem Montag werden im Auftrag des Landkreises Bauarbeiter der Firma Chemnitzer Verkehrsbau GmbH den Straßenbelag der Kreisstraße 8075 zwischen Kreißa und dem Abzweig Grabischau erneuern. Die Arbeiten brauchen allerdings ihre Zeit – fertig soll der neu asphaltierte Teilabschnitt voraussichtlich am 9. September sein, heißt es aus dem Nossener Bauamt. Während der Bauzeit müssen Autofahrer eine Umleitung in Kauf nehmen. Denn die Ortsdurchfahrt nach Kreißa muss für die Arbeiten gesperrt werden. (SZ/mhe)

Sächsische Zeitung

 

Samstag, 06.08.2016

Nachbesserungen für Häuserbau

Der Entwurf für das neue Wohnquartier „Am Stadtblick“ steht. Er enthält Änderungen im Vergleich zum Ursprungsplan.

Von Marcus Herrmann

 

 

 

Meißen. Im am Stadtrand befindlichen Wohngebiet „Am Stadtblick“ an der Wilsdruffer Straße ist der Weg für den Bau einer neuen Häuserreihe frei. Den notwendigen Entwurf zum Bebauungsplan hat der Meißner Stadtrat während seiner letzten Sitzung einstimmig angenommen. Anschließend an die bereits bestehenden Häuser sollen – dort wo sich momentan noch fruchtbarer Ackerboden befindet – 15 maximal eineinhalbgeschossige Eigenheime ohne Flachdächer entstehen. Dem Wunsch der Anwohner am Ende der neu zu bauenden Stichstraße eine Wendemöglichkeit zu haben, wurde in den neuen Plänen entsprochen. Dafür wird das neue Wohngebiet im Norden etwas erweitert und der Anschluss der zu den Eigenheimen führenden Straße an die Querallee erreicht.

Zusätzlich sollen nun auch eine Baumreihe sowie mehr öffentliche Stellplätze im Norden des Wohngebiets dazu kommen. Auf der südlichen Seite wird ein Regenrückhaltebecken angelegt, das Regenwasser aufsammelt und Überspülungen verhindern soll. Durch die gedrosselte Einleitung des Regenwassers soll verhindert werden, dass die bereits Am Stadtblick wohnenden beeinträchtigt werden. Der Investor – die Baufirma Reuschel aus Krögis – verpflichtet sich außerdem für nötigen naturschutzrechtliche Ausgleichsarbeiten

Straßenbau Ortsdurchfahrt Mügeln für den Verkehr freigegeben

Der zweite Bauabschnitt der Dr.-Friedrichs-Straße in Mügeln von der Einmündung Döbelner Straße bis zum Markt ist für den Verkehr freigegeben worden. Damit entfallen in Mügeln die Umleitungen und ist die Ortsdurchfahrt vollständig befahrbar. Die Gesamtinvestition für die Ortsdurchfahrt beläuft sich laut Stadtverwaltung auf rund 1,5 Million Euro.

Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Bildmitte) nimmt die Freigabe der Dr.-Friedrichs-Straße gemeinsam mit den Beteiligten der Baufirma und dem Planungsbüro sowie der Bauamtsleiterin der Stadt vor.Foto: Heinz Großnick
 

Mügeln. Die Dr.-Friedrichs-Straße in Mügeln ist seit Montag wieder für den Verkehr freigegeben. Dabei handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt von der Einmündung Döbelner Straße bis zum Markt mit rund 400 Metern Länge. „Die Gesamtinvestition der Dr.-Friedrichs-Straße und Ernst-Thälmann-Straße betrug rund 1,5 Millionen Euro“, erinnerte Mügelns Bauamtsleiterin Karin Uhde, bevor Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) gemeinsam mit den Beteiligten der Baufirma und dem Planungsbüro das Absperrband durchtrennte. Mit der Freigabe sind nun alle Umleitungen aufgehoben. „Man merkt, dass sich die Autofahrer allmählich darauf einstellen, dass man auch mal auf den anderen warten muss“, bemerkte Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke im Hinblick auf die bepflanzten Nischen entlang der Straße. Langsam pegele sich die Straße als Einkaufsstraße ein. „Es ist gut für die Stadt. Es blühen hier vom Frühjahr bis zum Herbst viele Pflanzen und Geschäftsinhaber freuen sich, dass sie vor ihren Läden Parkflächen haben“, fügte die Bauamtsleiterin hinzu. Nicht zuletzt sei der Schwerlastverkehr aus der Stadt heraus. „Wir würden uns auch freuen, wenn der eine oder andere Einwohner mal ein Unkräutchen vor dem Haus zupft und sind froh, dass manche Eigentümer Pflanzschalen vor ihre Häuser stellen. Als nächstes soll auf dem Gelände des ehemaligen Kinos eine Grünfläche, fünf Pkw-Stellplätze und Sitzgelegenheiten entstehen. „Bis zum Stadtfest im August wollen wir damit fertig sein“, kündigt Uhde an.

Von Heinz Großnick

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 22.06.2016

Bauauftrag für Lange Straße vergeben

Das Projekt ist für Gemeindechefin Margot Fehrmann der schwierigste Brocken ihrer bisherigen 19-jährigen Amtszeit.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

 

 Bürgermeisterin Margor Fehrmann.
Bürgermeisterin Margor Fehrmann.

© Klaus-Dieter Brühl

Cunnersdorf. In der Gemeinde wurde bereits 2014 für Abwasser und Fahrbahnbelag auf der Bieberacher Straße gebaut. Doch das war laut Bürgermeisterin Margot Fehrmann viel einfacher zu planen als jetzt die Lange Straße. Denn hier hängt der Landkreis mit drin. Und außerdem sollte es erst über die ländliche Entwicklung Fördermittel geben, dann wieder nicht. Jetzt muss die Gemeinde vorerst sogar mit einem Risiko leben. „In meiner 19-jährigen Amtszeit hatte ich noch nie so viel Aufwand für ein Vorhaben“, sagt die Gemeindechefin. Doch noch in den Sommerferien soll Baubeginn sein.

Die Komplettmaßnahme Lange Straße mit ihren acht Losen wird die Tieku Mühlbach erledigen. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Auch der Großenhainer Weberbau und die Strabag hatten sich um das 873 000 Euro teure Vorhaben beworben. „Ziel ist es, in vier Monaten durchzukommen, so dass die Straße Ende Oktober wieder befahrbar ist“, so Margot Fehrmann.

Gearbeitet wird in dem Bauabschnitt von der Röderbrücke bis Ortsausgang Lampertswalde laut Vertrag in zwei Kolonnen. Da aber noch keine Fördermittel für den neuen Gehweg vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr zugesagt werden konnten – es geht um 107 000 Euro – musste die Gemeinde diese vorerst als eigene überplanmäßige Ausgabe beschließen. Mit dem Optimismus, dass die Unterstützung von 80 Prozent nachgereicht wird. Die Gemeinderäte gingen diesen Weg bei einer Stimmenthaltung mit. Denn das Bauprojekt stoppen wollte dann doch keiner. „Wir können das Rad nicht mehr zurückdrehen, auch wenn wir keinen Rechtsanspruch auf die Fördermittel haben“, sagt Fehrmann. Rund 26000 Euro trägt die Kommune sowieso als Eigenleistung selbst.

Da es einen förderunschädlichen Baubeginn gibt, soll schon Mittel Juli Baubeginn sein. Für die Einwohner gibt es die wegen der Schwierigkeiten verschobene Infoveranstaltung nun am 28. Juni. Margot Fehrmann: „Da sind auch die Planer da, um alle Fragen beantworten zu können.“

 

Sächsische Zeitung
Samstag, 04.06.2016

Herzogswalde bekommt Fußweg

Der Naturschutz stand dem Bauprojekt lange im Wege, nun startet der Gehwegbau entlang der Bundesstraße.

Von Annett Heyse

 

 

Entlang der Bundesstraße B173 im Wilsdruffer Ortsteil Herzogswalde soll ein Fußweg gebaut werden. Er wird auf Höhe der Fußgängerampel beginnen und bis zur Triebischbrücke führen.
Entlang der Bundesstraße B 173 im Wilsdruffer Ortsteil Herzogswalde soll ein Fußweg gebaut werden. Er wird auf Höhe der Fußgängerampel beginnen und bis zur Triebischbrücke führen.

© Oberthür

 

Herzogswalde. Mancher hatte schon nicht mehr daran geglaubt: In Herzogswalde soll entlang der Bundesstraße B 173 ein kombinierter Fuß- und Radweg angelegt werden. Darüber diskutiert, dann geplant und immer wieder verschoben wurde das Vorhaben seit 2008. Nun steht einem baldigen Baustart nicht mehr im Wege. „Wir haben kürzlich den Fördermittelbescheid erhalten und bereiten jetzt die Ausschreibung vor“, informierte Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Er rechne damit, dass im zweiten Halbjahr mit den Bauarbeiten begonnen werde.

 

Vorgesehen ist, entlang der B 173 einen kombinierten Rad- und Gehweg anzulegen. Dieser soll an der Fußgängerampel Herzogswalde beginnen und in Richtung Freiberg auf der rechten Straßenseite verlaufen. Die Länge beträgt 1 075 Meter, die Ausbaubreite 2,50 Meter. Geplant ist auch, eine Straßenbeleuchtung zu errichten.

 

An der Bundesstraße in Herzogswalde gibt es bereits einen Fußweg. Dieser ist aber lückenhaft, alt, nicht gepflegt und zugewachsen. Zudem endet unvermittelt auf halber Strecke. Der neue Weg dagegen, von vielen Herzogswaldern seit Langem gewünscht, soll den Ortskern mit dem Triebischtal verbinden und auch für Radfahrer eine sichere Piste sein. Die Baukosten liegen bei 683 000 Euro. Die Stadt Wilsdruff bekommt dafür 405 000 Euro Fördermittel.

 

Dass von den ersten Planungen bis zum Baustart acht Jahre vergangen sind, liegt nach Aussage der Stadt an den naturschutzrechtlichen Bestimmungen. So war zunächst vorgesehen, den Weg über die Triebischbrücke hinweg weiter in Richtung Mohorn zu bauen. Auf Höhe des ehemaligen Herzogswalder Bahnhofs sollte der Bürgersteig dann auf die Rampe zum alten Bahndamm münden. Damit hätten Radfahrer ganz bequem zum Bahndamm-Radweg gelangen können.

 

Doch die 225 Meter zusätzlicher Fußweg hätten durchs Triebischtal und damit trotz stark befahrener Bundesstraße durch ein besonders sensibles Terrain geführt. Denn Fluss, Wiesen und Talhänge sind ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet nach europäischem Recht, ein sogenanntes Fauna-Flora-Habitat. Dort gelten besonders strenge Richtlinien beim Bau. Die Wilsdruffer mussten daraufhin umfangreiche Pläne einreichen, wie sie den Eingriff in die Landschaft auszugleichen gedenken. Doch zahlreiche Vorschläge wie das Anlegen einer Streuobstwiese, die Sanierung der alten Mohorner Klärteiche oder das Offenlegen verrohrter Bachläufe wurde von den Aufsichtsbehörden verworfen. Nun kann der weg endlich gebaut werden – allerdings nur bis zur Triebischbrücke.