Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Sächsische Zeitung

Montag, 30.04.2018

 

Bauplanänderung für Wohngebiet

Bauflächen und Straßen wurden für das geplante Wohngebiet in Wilsdruff geändert.

 

© Symbolfoto: dpa

Wilsdruff. Der Wilsdruffer Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag eine Änderung des Bebauungsplanes für das geplante Wohngebiet zwischen der Nossener Straße und dem Birkenhainer Weg in Wilsdruff beschlossen. Die Bauflächen und die Straßen wurden anders angeordnet. Die Änderung sei notwendig geworden, da der Querschnitt der Straßen zu einem großen Teil nicht für die Verlegung aller notwendigen Leitungen ausgereicht hätte. Darüber hinaus sei nun gewährleistet, dass Autos auch längs der Straße parken könnten. Die Bauflächen wurden so umgeplant, dass eine Ausrichtung der Dächer zur Sonne ermöglicht wurde – etwa zur Nutzung von Photovoltaikanlagen. Ein Regenrückhaltebecken wurde ebenfalls in die Planung aufgenommen. Wie Bürgermeister Ralf Rother mitteilt, wird der Bebauungsplan noch im Mai, spätestens aber im Juni erneut ausgelegt. Alle Bürger können dann Einsicht in das Dokument nehmen. (hhe)

Sächsische Zeitung

Donnerstag, 19.04.2018

Straße erhält eine neue Decke

Die Bauarbeiten Kreisstraße zwischen Neumohlis und Zehren sollen am 28. Mai beginnen.

 

© Symbolfoto: dpa

Diera-Zehren. Die Arbeiten an der Kreisstraße zwischen Neumohlis und Zehren sollen am 28. Mai beginnen und werden voraussichtlich einen Monat dauern. Dazu ist eine Vollsperrung notwendig. Bei der Baumaßnahme wird die notwendige Erreichbarkeit der Wohnbebauung an den einmündenden Sackgassen durch die Bautechnologie berücksichtigt, heißt es aus dem Landratsamt. Die Einbahnstraßenregelung in Zehren wird aufgehoben und der Gefahrenbereich vorübergehend mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

Zur Beseitigung von Schäden sollen an dem Straßenabschnitt Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahndecke ausgeführt werden. Es wird eine neue Deckschicht aufgebracht. (SZ)

LVZ, 01.03.2018

 

Diese Straßen werden 2018 in Nordsachsen gebaut

Der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages hat am Mittwoch 70 Millionen Euro bewilligt, die in diesem Jahr zusätzlich in den Ausbau und den Erhalt von Kommunalstraßen investiert werden können. Davon fließen über fünf Millionen Euro zusätzlich nach Nordsachsen, um wichtige Bauvorhaben in der Region zu ermöglichen, teilte Volkmar Winkler, Sprecher für Landwirtschaft und Kommunalpolitik in der SPD-Fraktion, am Donnerstag mit.

„Die SPD/CDU-Koalition löst mit dem Beschluss einmal mehr eine Zusage ein: Wir lassen unsere Kommunen mit ihren Problemen nicht allein“, so Winkler. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass sich der Staat kümmert und für eine funktionierende Infrastruktur sorgt. In unseren Gesprächen mit Kommunalpolitikern und deren Verbänden hat das Thema Infrastruktur, besonders die Verkehrsanbindungen und der Breitbandausbau, immer wieder großen Raum eingenommen. Eine unserer Antworten liegt nun auf dem Tisch.“

 

Davon profitieren werden viele Gemeinden im Landkreis Nordsachsen. So kann mit den Geldern zum Beispiel ein Abschnitt der Elbe-Mulde Radroute erneuert werden. Auch die Instandsetzung der Decke zwischen Malkwitz und Dahlen sowie 13 weitere Einzelmaßnahmen werden zusätzlich 2018 vom Freistaat gefördert. „Mit den außerplanmäßigen Geldern ist es jetzt möglich, die vorliegenden Anträge für plan- und baureife Projekte auch frühzeitig zu bewilligen. Damit sind wir im Vergleich zu früheren Jahren ein gutes Stück vorangekommen“, erklärt Winkler.

Alle Straßen im Überblick

lnstandsetzung Decke Malkwitz/Dahlen (495 480,00 €)

Ausbau Ortsdurchfahrt Strelln, 1. Bauabschnitt (1 047 014,40 €)

lnstandsetzung Decke Gastewitz (666 068,40 €)

Ausbau Ortsdurchfahrt Wörblitz (608 876,60 €)

Mulde-Elbe-Radroute, TA 4 Mannschatz-Schmorkau (464 580,00 €)

Obstland-Route, Beschilderung und Rastplätze (152 347,30 €)

Ausbau der Straße „Am Plinsentiegel“ in Zwochau (152 486,50 €)

Ausbau der Straße „Feldstraße“ in Zschernitz (93 732,10 €)

Ausbau Mühlläufer Straße in Bad Düben (121 750,00 € )

K 8960 Ausbau Sornzig 1. Bauabschnitt (170 670,40 €)

Ausbau der Ortsverbindungsstraße Dahlenberg - Falkenberg (492 000,00 €)

Änderung von wegweisender Beschilderung im Zuge der Bundesstraßen Stadt Torgau Nordsachsen 87, 182, 183, der Kreisstraße 8987 und verkehrswichtigen Gemeindestraßen im Stadtgebiet Torgau (50 950,40 € )

K 8987, Instandsetzung Decke Döbern - Torgau (385 790,70 €)

Instandsetzung Decke Terpitz - Laas (465 310,50 €)

Gehwegausbau Podelwitz, Wiederitzscher Straße (131 592,20 €)

Sächsische Zeitung

Mittwoch, 07.02.2018

„Häuslebauer ziehen nicht nur der Arbeit nach“

Mit dem Frühjahr starten neue Bauvorhaben. Die SZ sprach mit Makler Maik Lehmann über Schwarmverhalten von Bauherren und Gebühren für Straßencafés.

 
Maik Lehmann will ab Mai mit dem Wohngebiet „Heideblick“ am Exer in Kleinraschütz loslegen. Der Spielplatz im Hintergrund wird dabei mit aufgewertet, außerdem muss der Erschließungsträger als Ausgleich zur Bebauung zwei Hektar Mischwald neu anpflanzen.
Maik Lehmann will ab Mai mit dem Wohngebiet „Heideblick“ am Exer in Kleinraschütz loslegen. Der Spielplatz im Hintergrund wird dabei mit aufgewertet, außerdem muss der Erschließungsträger als Ausgleich zur Bebauung zwei Hektar Mischwald neu anpflanzen.

© Kristin Richter

Herr Lehmann, Großenhain schaut gespannt auf das Wohngebiet „Heideblick“ am Exer in Kleinraschütz. Wann geht´s los mit dem Bauen?

April, Mai. So ist der Plan. Das war noch mal anstrengend, weil es einige Überraschungen gab, aber jetzt ist alles gut.

Überraschungen?

Ja, zunächst war der Plan, die Hauptwasserdruckleitung in die Straße zu verlegen. Das wurde dann von der Wasserversorgung anders gewünscht, und so führt die neue Hauptleitung jetzt über den früheren Exer. Das heißt, wir mussten alles noch einmal umplanen. Ich bin aber heute damit ganz zufrieden, denn das hat auch Vorteile. Vieles kann jetzt parallel passieren, was vorher nicht möglich gewesen wäre.

Mancher fragte sich, ob hier vielleicht noch Munition lauert. Ist das abgeklärt?

Es gab eine Baugrunduntersuchung und eine Gefahreneinschätzung. Wenn überhaupt, ist laut Experten schlimmstenfalls mit alter Munition für Handfeuerwaffen zu rechnen. Das steht wie in solchen Fällen üblich in den Verträgen.

Ist denn die Nachfrage groß? Preislich haben Sie schließlich mit 98 Euro pro Quadratmeter ordentlich vorgelegt für Großenhainer Verhältnisse.

Wir sind jetzt sogar bei 118 Euro, provisionsfrei natürlich. Die 98 Euro galten bis zum 31. Oktober letzten Jahres. Solche Angebote als Preisbindung machen wir immer. Am Anfang hat man uns belächelt für diese Zahl, ich weiß. Als könnten wir nicht rechnen. Aber Großenhain kommt jetzt einfach nur auf einem Niveau an, wo es endlich hingehört. Es geht doch nicht nur um den Verkaufspreis, den die Stadt für das Gebiet bekommen hat. Solche Baupreise ziehen andere Investoren nach, die Großenhain plötzlich für sich entdecken und animieren hiesige Eigentümer von Wohnungen, selbst zu investieren. So verbessert sich die Wohnsubstanz insgesamt. Ich finde das Schwarmverhalten von Bauherren und Mietern nämlich interessant. Wo wollen Menschen wohnen und warum? Da hat uns ein Professor bei einem Immobiliensymposium in Meißen ziemlich geerdet. Der meinte ganz klar, die Städte sollten aufhören, zum Beispiel Gebühren für Straßencafés zu erheben. Denn die Leute suchen sich heutzutage schon eine Gemeinde oder Stadt aus, in der sie leben wollen – frei nach Motto, Arbeit finde ich überall. Man zieht nicht mehr bedingungslos der Arbeit hinterher und wohnt dann irgendwie. Deshalb ist das Flair einer Stadt so wichtig. Kultur-Angebote, Kitas, besondere Schulen, Vereine – das alles wird immer wichtiger. Für Rückkehrer, die älter sind genauso wie für junge Familien, die ein bestimmtes Stadtklima suchen. Die Innenstadt wird da ganz wichtig. Deshalb finde ich auch das Herangehen von Jörg Heller, Stadtlücken mit neuen Wohnkonzepten zu beleben, einen richtigen Gedanken.

Haben Sie persönlich eine Bindung zu Großenhain?

Meine Großeltern stammen von hier. Abgesehen davon hat es die Stadt einfach verdient, nach vorn zu kommen. Sie wurde vielleicht sogar viele Jahre unterschätzt. Doch das ändert sich gerade. Das merke ich in vielen Gesprächen.

Sie wollen auch am Fuchsbau Radeburger Straße Eigenheimstandorte anbieten, wie im Amtsblatt zu lesen war?

Ja, das ist ein sehr spannendes Areal. Herrlich gelegen und unmittelbar in der Stadt, das, was alle suchen, im Zentrum seine Ruhe haben. Die neun Eigenheime sind erst mal eine Visualisierung, das werden die Bauherren mit ihren konkreten Wünschen noch gestalten. Und da ist die alte Villa, die komplett saniert werden soll. Da sind wir erst am Anfang. Für mich ist es interessant, dass dieses zweite Wohngebiet sozusagen auf der anderen Seite liegt.

„Auf der anderen Seite“ – wie meinen Sie das denn?

Ich sag es mal so: In Meißen wollen die Leute entweder linkselbisch oder rechtselbisch wohnen. In Großenhain auf der Seite der Bahnlinie oder auf der anderen. Das ist jedenfalls meine Beobachtung. Insofern ist es interessant, Wohnstandorte auf beiden Seiten anbieten zu können und dann noch so individuelle. In Großenhain tut sich wirklich einiges.

 

Das Gespräch führte Birgit Ulbricht.

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 28.09.2017

Was braut sich da zusammen?

Mit dem „Schlosspils“ hat Henry de Jong den Fortschritt seines Ferienresort-Projektes gefeiert. Es soll mehr sein als ein Werbegag.

Von Eric Weser

Mit Bier aus diesen Flaschen ist im Wülknitzer Gemeinderat auf den Fortschritt beim Ferienresort-Projekt angestoßen worden. In Sachen Brauerei hat der Ideengeber des Resorts noch einiges vor.
Mit Bier aus diesen Flaschen ist im Wülknitzer Gemeinderat auf den Fortschritt beim Ferienresort-Projekt angestoßen worden. In Sachen Brauerei hat der Ideengeber des Resorts noch einiges vor.

© Eric Weser

Wülknitz. Anderswo ist es keine Seltenheit, dass in solchen Runden eine Flasche Bier getrunken wird. Im Gemeinderat von Wülknitz ist es hingegen nicht unbedingt üblich. Am Ende der jüngsten Sitzung gab es eine Ausnahme, und das lag an Henry de Jong.

Der Unternehmer aus den Niederlanden hatte da gerade verkündet, dass sein Ferienresort-Projekt in Tiefenau durch den Kauf des ehemaligen Schloss- und Rittergutsgeländes einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist. Um das zu feiern, verteilte der 57-Jährige mehrere Flaschen Bier. Aber nicht irgendeins, sondern ein „Schloss Tiefenau Schlosspils“.

Neben dem Schriftzug ziert ein Wappen mit stilisiertem Golfer, Pferdekopf, Hotelbett und Besteck das Etikett. Allesamt Elemente, die sich in dem geplanten Resort künftig wiederfinden sollen. Der nähere Blick auf das Etikett verrät auch, dass Henry de Jong nicht selbst unter die Braumeister gegangen ist. Sondern, dass jemand anderes dieses Schlossbier abgefüllt hat: die Klosterbrauerei Neuzelle im Nachbarbundesland Brandenburg.

Eigenes Bier soll kommen

Die Brauerei mit reichlich 40 Beschäftigten und einem ebenso viele Sorten umfassenden Bier-Angebot ist keine unbekannte: Mit dem Land Brandenburg hatte das Unternehmen gestritten, ob sein Gebräu „Schwarzer Abt“ Bier heißen darf. Neben den klassischen Bier-Zutaten Hopfen, Gerste und Wasser gehört nämlich auch Zucker zur Rezeptur des Getränks. Ein Inhaltsstoff, der sich nach Ansicht der brandenburgischen Behörden nicht mit dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 deckte. Der Streit darum, ob der „Schwarze Abt“ Bier heißen darf, landete gar vorm Bundesverwaltungsgericht, das 2005 der Brauerei recht gab.

Hinter dem Tiefenauer Schlosspils verbirgt sich aber nicht der „Schwarze Abt“, sondern Neuzeller Pilsener. Dessen Zutaten sind – ganz klassisch – Wasser, Gerstenmalz, Hopfen. Alkoholgehalt: 4,8 Prozent. Sein „eigenes“ Bier zu kreieren, zumindest eins mit eigenem Etikett, das geht mit den Neuzellern ganz einfach: Auf der Internetseite gibt es Vorlagen, in die jeder selbst gestaltete Grafiken einfügen kann. Das Pils mit personalisiertem Etikett wird dann per Post versendet. Kleinste Menge: sechs Halbliterflaschen, Preis: 25,10 Euro.

Ist die Bier-Nummer von Resort-Entwickler Henry de Jong nur ein Werbe-Gag? Offenbar nicht nur. Im Gemeinderat kündigte der studierte Historiker an, in Tiefenau ein eigenes Bier brauen zu wollen. Damit soll auch an vergangene Zeiten angeknüpft werden, schließlich habe es ein historisches Braurecht gegeben, so de Jong.

Doch ist im Moment aber alles noch Zukunftsmusik. Denn vorm Braurecht dürfte erst einmal das Baurecht stehen. Das ist nämlich nötig, damit sich das Schloss- und Rittergutsgelände Tiefenau samt Umgebung überhaupt in Richtung Ferienresort entwickeln kann.

Im Wülknitzer Gemeinderat fand das Schlosspils für Tiefenau aus Neuzelle schon mal Anklang. Ein eigenes Bier brauen zu wollen, das sei aber eine Herausforderung, sagte Gemeinderätin Manuela Albrecht (CDU) in Richtung Henry de Jong. „Das stimmt. Aber das ganze Projekt ist eine Herausforderung.