Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft

Sächsische Zeitung

Mittwoch, 12.07.2017

Ein riesiges Ferienresort

Seit Jahren wird an dem Projekt geplant. Jetzt hat die Gemeinde einen wichtigen Beschluss gefasst.

Von Eric Weser

 

Weites Land: Zwischen dem Tiefenauer Rosengarten, der B 169, Lichtensee und der S 89 Richtung Heidehäuser soll sich schon in wenigen Jahren keine Agrarfläche mehr befinden, sondern ein großes Ferienareal mit Golfplatz.

© Lutz Weidler

Wülknitz. Egal, ob von oben aus der Luft betrachtet oder vom Boden aus gesehen: Auf der 110 Hektar großen Fläche zwischen Lichtensee, Tiefenau und Heidehäuser tut sich wenig. Gemessen daran jedenfalls, was sich hier einmal tun soll. Denn auf diesem Areal will Projektentwickler Henry de Jong aus den Niederlanden in den nächsten Jahren eins der größten Bauprojekte in der Region überhaupt umsetzen und ein Ferienresort mit Vier-Sterne-Hotel, Dutzenden Ferienwohnungen und Golfplatz bauen. Rund 50 Millionen Euro soll das kosten und rund 100 Vollzeit-Arbeitsplätze bringen.

Damit das Projekt realisiert werden kann, muss es aber erst auf einem ganz bestimmten Papier ankommen: dem Flächennutzungsplan der Gemeinde. Aber der stammt, wie Bürgermeister Hannes Clauß (parteilos) sagt, momentan noch „aus grauer Vorzeit“. Das Ferienresort ist darin noch gar nicht eingezeichnet.

Aus Klinik wird Ferienanlage

Nur die Teilfläche des Tiefenauer Rittergutes ist ausgewiesen, als „Sondergebiet Klinik“. Ein Überbleibsel der Ideen früherer Investoren. – Diese Investoren und ihre Ideen sind längst verschwunden. Seit Jahren gibt es nur Henry de Jong und sein Resort. Nach einer längeren Pause haben die Planungen für das Projekt spätestens seit 2016 wieder Fahrt aufgenommen. Seither hat de Henry Jong immer wieder betont, das Projekt realisieren zu wollen. Im August vorigen Jahres hatte er von einem Baubeginn 2017 gesprochen. Heute sagt der Niederländer, er wollte dieses Jahr den Bauantrag für das Resort einreichen.

Selbst Befürworter des Resort-Vorhabens halten das für zu optimistisch. Schließlich würde ein Bauantrag bedeuten, dass eine Reihe wesentlicher Fragen geklärt sind. Sind sie aber offenbar nicht. Allein die Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde beispielsweise ist aufwendig.

Da Wülknitz eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Röderaue bildet, müssen beide Kommunen plus dem gemeinsamen Ausschuss der Planänderung zustimmen. Das ist zwar schon passiert, allerdings folgt jetzt das gesetzlich vorgeschriebene Prozedere, bei dem alle sogenannten Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit gehört werden. Gibt es von Behörden oder Bürgern Bedenken, müssen diese abgewogen werden, ehe der Plan wirklich geändert werden kann. Wie lange all das dauert? „Am aktuellen Beginn des Verfahrens sind zeitlich keine Prognosen möglich“, heißt es vom Landratsamt Meißen. Insider rechnen mit mindestens einem halben Jahr, eher mehr.

Fast noch wichtiger als der Flächennutzungsplan dürfte für den Bauantrag aber der Bebauungsplan für das künftige Resort sein. An dem arbeiten Henry de Jongs Planer im Hintergrund parallel. Auch dieser Plan muss ein langwieriges Genehmigungsprozedere durchlaufen. Auch hierzu mag der Kreis keine Prognose abgeben. Die Meißner Behörde ist es auch, die eine weitere wichtige Frage rund um das Resort-Projekt klären muss. Ein Teil des künftigen Resort-Gebietes überlappt mit dem Landschaftsschutzgebiet „Mittlere Röderaue und Kienheide“ und muss deshalb aus diesem Gebiet ausgegliedert werden. Die Schrumpfung des Schutzgebiets muss der Kreis genehmigen.

Trotz der vielen noch zu klärenden Planungsfragen: Henry de Jongs Optimismus scheint ungetrübt. Ob er wirklich davon ausgehe, dieses Jahr einen Bauantrag stellen zu können? Ja, er glaube daran, sagt der Niederländer. Die Zweifler seien „Leute, die das Vorhaben nur aus der Zeitung kennen“ und „die genauen Schritte nicht kennen“. Er denke, das Ganze sei machbar. „Ich habe noch keine Signale empfangen, dass das unmöglich ist.“

Bei den strittigen Fragen rund um den Naturschutz etwa sei die Planung für das Resort angepasst worden, sodass es kaum noch Kollisionen gebe. Die Anlage solle bestehende Schutzgebiete im Grund eher noch erweitern, sagt Henry de Jong. Demnächst wolle er sich auch mit den großen Naturschutzverbänden treffen, um Probleme auszuräumen. Nach dem Sommer soll es dann neue Nachrichten geben.

Sächsische Zeitung

Samstag, 29.07.2017

Baufirma für Ziegeleihöhe gefunden

Die Erschließung des Eigenheimstandortes steht bevor. Trotz Verzögerungen sind alle Grundstücke so gut wie verkauft.

Von Marcus Herrmann

 

 

Das Namensschild steht. In Kürze sollen Arbeiter der Firma Strabag Versorgungsleitungen für die zukünftigen Bewohner dieser Siedlung legen.
Das Namensschild steht. In Kürze sollen Arbeiter der Firma Strabag Versorgungsleitungen für die zukünftigen Bewohner dieser Siedlung legen.

© Claudia Hübschmann

 

Meißen. Händeringend musste Immobilienmakler Maik Lahmann suchen. Wegen mehrfacher Verzögerungen am ehemaligen Garagenstandort an der Alten Ziegelei musste der Chef der Lehmann Immobilien immer auf Neue umdisponieren. „Die ursprüngliche Bauleitplanung ist dadurch irgendwann nicht mehr einzuhalten gewesen“, sagt er. Sollten die ersten Grundstückseigentümer im neuen Wohnpark „Ziegeleihöhe“ eigentlich dieser Tage mit dem Bau ihrer Eigenheime beginnen können, konnte Lehmann trotz unterschriebenen Erschließungsvertrages mit der Stadt keinen Vollzug melden. Bisher. „Wir konnten nun die Firma Strabag für die Erschließungsarbeiten gewinnen. Es sollte in den nächsten Tagen los gehen. Bis Ende Oktober sind die Voraussetzungen für die Käufer geschaffen“, sagt Lehmann.

 

Dass es erst mit einigen Monaten Verspätung los geht, bedauert der Vorhabenträger. „Natürlich scharren die Grundstücksbesitzer langsam mit den Hufen. Aber als wir die Planungen letztlich unter Dach und Fach und alle Bedingungen erfüllt hatten, ließ sich eine Baufirma mit freien Kapazitäten nur sehr schwer finden“, so Lehmann. Es solle aber nicht der Eindruck entstehen, als hätten alle Eigentümer schon komplett die Kaufpreise auf seinem Konto geparkt und nun gehe nichts los. Das sei nicht so.

 

„Es existiert keine vertragliche Verpflichtung oder Garantie, dass die Erschließung zu einem bestimmten Zeitpunkt hätte abgeschlossen sein müssen. Aber natürlich gab es eine Prognose, die nicht eingehalten werden konnte.“ Auf der anderen Seite gebe es individuelle Kaufverträge. Diese enthielten für die Käufer oder für Interessenten mit Reservierung zum Teil Rücktrittsrechte, wenn die Erschließung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen wäre. Das Recht würde denjenigen auch eingeräumt. Bisher habe es aber keinen einzigen Rücktritt gegeben, dafür nun auch eine Reservierung für das letzte der insgesamt zwölf Grundstücke. Nicht alle Käufer hätten zudem bereits den vollen Kaufpreis zahlen müssen. Das Geld, welches die Lehmann Immobilien zunächst für die anstehende Bereitstellung von Strom, Wasser, Gas und Medien zur Verfügung stelle, stamme aus dem Gesamtvermögen der Firma. Genauso sei es auch bei den Beträgen, die die Grundstücksbesitzer zu zahlen haben. Es existierten keine Extra-Konten für jedes einzelne Vorhaben der Firma.

 

Davon gibt es einige. So planen die Lehmann Immobilien neben Meißen auch Wohngebiete in Großenhain, Weinböhla oder Strehla. Neben den zu verlegenden Versorgungsleitungen kümmert sich die Strabag übrigens auch um eine neue Stichstraße, die – genau wie beim Wohngebiet „Ziegeleipark“ am Carl-Schäfer-Weg – in die neue Siedlung hinein und über einen Wendehammer wieder auf die Straße „An der alten Ziegelei“ hinausführen wird. Die Quadratmeterpreise für die einzelnen Grundstücke liegen bei durchschnittlich 118 Euro. Allerdings wird keine Provision fällig.

Maik Lehmann hofft nun, dass die ersten Arbeiten an der Ziegeleihöhe zügig beginnen. Dann dürften auch die Eigentümer wieder milder gestimmt sein. Als Reaktion auf die Verzögerungen haben die Baulandentwickler den zeitlichen Ablaufplan zum Projekt „Ziegeleihöhe“ von ihrer Homepage http://meissen-immobilien.de/ vorerst runter genommen

Leipziger Volkszeitung

29.06.2017

Neue Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle für Sornzig

Im Mügelner Ortsteil Sornzig ist die Klosterstraße derzeit Baustelle. Verlegt werden eine neue Schmutzwasserleitung und ein Regenwasserkanal. Es ist der zweite von insgesamt vier Bauabschnitten. Sind die Arbeiten erledigt, soll im nächsten Jahr der Bau von vier Gruppenkläranlagen erfolgen, wie der Abwasserzweckverband informiert.

Mitarbeiter der Firma HTB Schmiedtgen beim Verlegen des Schmutzwasser- und Regenwasserkanals in der Klosterstraße in Sornzig.

Mitarbeiter der Firma HTB Schmiedtgen beim Verlegen des Schmutzwasser- und Regenwasserkanals in der Klosterstraße in Sornzig.

Quelle: Heinz Großnick
 

Sornzig. Die Klosterstraße im Bereich zur Kreisstraße und zur Klostermühle in Sornzig ist derzeit Großbaustelle. Der Abwasserzweckverband (AZV) „Oberes Döllnitztal“ lässt neue Kanäle verlegen. Den Zuschlag erhielt die Müller-Miklaw-Nickel-Ingenieur GmbH aus Miltitz. Das Unternehmen hatte in der Ausschreibung des Zweckverbandes das günstigste Angebot unterbreitet und übernimmt sowohl die Planung des Vorhabens als auch die Bauleitung. „Der Neubau eines Schmutzwasser- sowie Regenkanals ist notwendig, weil ein Teil von Sornzig Gebietskläranlagen bekommt“, informiert Bauleiter Martin Miklaw. Zudem sei der alte Regenwasserkanal defekt. In den Kanalschacht werden gleich diese zwei Leitungen verlegt – aus wirtschaftlichen Gründen. Nachdem der Graben geschlossen ist, lässt die Stadtverwaltung Mügeln eine neue Schwarzdecke aufbringen. Derzeit liegen die Leitungen in etwa einem Drittel des Bauabschnitts. „Der erste Bauabschnitt an der Kreuzung wurde bereits im vergangenen Jahr realisiert“, erinnert Miklaw.

Bauabschnitt drei folgt dann im Jahr 2018, und zwar von der Klosterstraße aus bis zur Kreisstraße. Dort werde ebenfalls der Schmutzwasser- und der Regenwasserkanal erneuert. Zuständig für die Deckenerneuerung in diesem Bereich sei der Landkreis Nordsachsen. Im Zuge der Leitungsverlegung werde die Oewa außerdem die Trinkwasserleitung erneuern, informiert Miklaw. Im selben Jahr folgt Bauabschnitt 4 in der Oehninger Straße. Dort werden ebenfalls der Schmutzwasser- und Regenwasserkanal erneuert. Sind alle Arbeiten erledigt, werde der Bau der Gebietskläranlagen in Angriff genommen. Auch dieses Vorhaben soll noch 2018 starten.

Der AZV erhält für die Realisierung der Bauvorhaben eine Förderung als Zuschuss, deren Höhe sich pro Kopf der Anwohner orientiert, die angeschlossen werden und außerdem ein Förderdarlehen. „Da noch ausgeschrieben werden muss, können die Gesamtkosten noch nicht ermittelt werden“, informiert Verbandsgeschäftsführerin Cathleen Röber auf OAZ-Nachfrage. Der AZV hatte außerdem bereits die geplanten vier Ortsteilkläranlagen einschließlich der Bauleistung öffentlich ausgeschrieben. „Die Preise waren jedoch jenseits von gut und böse, deshalb haben wir die Ausschreibung aufgehoben und lediglich die Klärtechnik erneut ausgeschrieben“, klärt die Verbandsgeschäftsführerin auf. Sobald Klarheit über die Konditionen herrscht, will der Verband die Bauleistungen für den Einbau dann spezifiziert auf die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Anlagen selbst ausschreiben.

Von Heinz Großnick

 

Anmerkung MMN

Nicht MMN hat die Ausschreibung gewonnen sondern die Fa. HTB Schmidtgen GmbH und führt die Bauleistung aus.

 

 

 

Sächsische Zeitung

 

Montag, 26.06.2017

Freitaler Firma baut Kläranlage

Die Anlage soll nahe der Grundschule Mohorn entstehen. Die Baukosten liegen im fünfstelligen Bereich.

 

 

© Dirk Zschiedrich

 

Mohorn. Die neue Kläranlage nahe der Grundschule Mohorn soll von einem Freitaler Unternehmen gebaut werden. Der Technische Ausschuss der Stadt Wilsdruff vergab kürzlich einen Bauauftrag an die Arndt Brühl Freital. Die Baukosten liegen bei 37 500 Euro. Die Anlage soll während der Sommerferien gebaut werden. In sie werden die Abwässer der Schule, der Turnhalle, des Kindergartens und des Jugendklubs eingeleitet. Bisher verrichtet dort eine alte Mehrkammeranlage, die in den 1970er-Jahren angelegt wurde, ihren Dienst. Sie entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Die Stadt plant, die vorhandene Grube für die neue Anlage zu nutzen. Ein Anschluss des Areals an das zentrale Netz ist nicht möglich. (hey)

Dienstag, 02.05.2017

Neue Brücke und neue Furt

An der Neudeckmühle sind durch Hochwasser Schäden entstanden. Jetzt sollen sie behoben werden.